Empfehlungen
Museumsverbund Auerbergland
1992 schlossen sich neun Gemeinden rund um den Auerberg zum kommunalen Verbund Auerbergland zusammen. Inzwischen (2026) sind es 14 Gemeinden, die kulturell, touristisch und wirtschaftlich kooperieren.
Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Museumsverbund Auerbergland, dem acht größere und kleinere Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten angehören. 2003 wurde das Auerbergland mit dem Europäischen Dorferneuerungspreis (1. Platz) ausgezeichnet.
Zum Museumsverbund Auerbergland gehören:
- Flößermuseum Lechbruck
- Hammerschmiedemuseum Schwabsoien
- Kutschenmuseum Schwabsoien
- Puppenmuseum Rieden
- Moorerlebnispfad Stötten
- Auerbergmuseum Bernbeuren

Kulturpfad VIA DAMASIA
Der 4 km lange Kulturpfad VIA DAMASIA verbindet das Auerbergmuseum im Dorf Bernbeuren mit der Römersiedlung auf dem Auerberggipfel. Über sieben Erlebnisstationen führt er durch die wildromantische Feuersteinschlucht und über den Jägersteig hinauf zum römischen Siedlungsbereich (Wanderzeit ca.1 ½ Stunden).
Zwei Rundwege durch die römische Militär-und Handwerkersiedlung
Innerhalb der römischen Militär-und Handwerkersiedlung – der Ältesten in Bayern – kann der Besucher auf zwei Rundwegen mit zehn Stationen die Lage und den Umfang der Römerstätte erkunden. Insbesondere die 2,5 km lange Wallanlage sowie die Grabungsschwerpunkte des Ost- und Westplateaus.
Texttafeln erläutern die historische Bedeutung und Funktion dieses Römerortes, 3-D-Tafeln dienen als "Fenster in die Vergangenheit" und römische Spiele laden zur Rast ein.
Sinnvolle Ergänzung
Das Auerbergmuseum mit seinen archäologischen und historischen Informationen und die Römerrundwege in dem ausgedehnten rund 30 ha umfassenden Siedlungsgelände ergänzen sich sinnvoll.
Archäologische Informationen von Prof. Dr. Günter Ulbert
Prof. Dr. Günter Ulbert veranlasste und leitete die Grabungen auf dem Auerberg 1966 – 1979.
Archäologische Informationen über die Römersiedlung bietet der Bericht Günter Ulbert – Der Auerberg, aus: Akademie aktuell 3, Bayer. Akademie der Wissenschaften, 2006.
Alpenland in Römerhand
Mit dem Eroberungsfeldzug der kaiserlichen Söhne Tiberius und Drusus im Sommer des Jahres 15 v. Chr. begann die über 400 Jahre währende Herrschaft der Römer über das Alpenvorland.
Römerstätten in unserer Region
Epfach – Abodiacum: Frühe Militärstation auf dem Lorenzberg (um 14 v. Chr..
Altenstadt – Am Via Claudia-Denkmal wurde ein Teil der römischen Staatsstraße Via Claudia Augusta rekonstruiert.
Schongau – Stadtmuseum: Überblick über die Bodendenkmäler im Schongauer Land und originale Grabungsfunde von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit.
Peiting – Villa Rustica: Ein verglaster Schutzbau erlaubt den Blick in eine Badeanlage. Römischer Küchen- und Heilkräuterlehrgarten.
Marktoberdorf – Kohlhunden: Im verglasten Schutzbau sind die Grundmauern des Badehauses, ein bedeutendes Opfergeschirr und weitere Exponate zu sehen.
Bernbeuren – Auerbergmuseum: Ausstellung über die früheste stadtähnliche Siedlung der Römer in Bayern (12 bis ca. 45 n. Chr.)
Schwangau – Villa Rustica: hermengebäude (um 150 n. Chr.) war mit zahlreichen Fresken ausgestattet, die als die schönsten nördlich der Alpen gelten.
